S3 Leitlinie für die psychoonkologische Diagnostik, Beratung
und Behandlung erwachsener Krebspatienten

Psychoonkologische Maßnahmen zielen auf psychische und soziale Probleme sowie Funktionsstörungen im Kontext einer Krebserkrankung und deren Behandlung ab. Sie haben das Ziel, die Krankheitsverarbeitung zu unterstützen, die psychische Befindlichkeit zu verbessern, soziale Ressourcen zu stärken sowie Begleit- oder Folgeprobleme der medizinischen Diagnostik oder Therapie zu mindern sowie die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen zu verbessern. Dabei schließt die Psychoonkologie nicht nur die betroffenen Personen, sondern auch die Angehörigen und das soziale Umfeld mit ein. Die S3 Leitlinie für die psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung erwachsener Krebspatienten wurde im Rahmen des Leitlinienprogramms der DKH, DKG und AWMF entwickelt und folgt in ihrer Methodik und Vorgehensweise dem Regelwerk der AWMF zur Erstellung  von Leitlinien. Die Leitlinie enthält Empfehlungen für die psychoonkologische Versorgung im gesamten Verlauf einer Krebserkrankung sowie in allen Sektoren der medizinischen Versorgung. Sie stellt damit die Grundlage für die Implementierung von psychoonkologischer Versorgungsangeboten dar. Die S3 LL beinhaltet  Aussagen sowie Empfehlungen zu Definition und Grundprinzipien der Psychoonkologie, strukturellen Voraussetzungen psychoonkologischer Versorgung, psychosoziale Belastungen und psychische Komorbidität, zur Diagnostik und zu psychoonkologischen Interventionen sowie ergänzenden Therapien. Ebenso werden Empfehlungen zu psychoonkologischen Besonderheiten einzelner Diagnosegruppen, die Grundlagen patientenzentrierter Kommunikation sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung bearbeitet. Die Entwicklung der Leitlinie abgeschlossen. Die  Veröffentlichung ist für Januar 2014 geplant.

Weitere Informationen sind auf der Website des Leitlinienprogramms Onkologie erhältlich.

Kontakt:  Prof. Dr. Joachim Weis

weis@tumorbio.uni-freiburg.de

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